Drei und SPL TELE: erstes österreichweites LoRaWAN Netz für IoT

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Österreichs führende Anbieter für Telekommunikation Drei und SPL TELE planen bis Ende 2022 die Fertigstellung des ersten österreichweiten LoRaWan Netzes für IoT. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Wirtschaft durch die Installation einer Ergänzung zum Internet der Dinge zu stärken. Das LoRaWAN-Netz soll Energiebetriebe, Immobilienverwalter und Sensorproduzenten genauso mit schnellen, energiearmen Verbindungen versorgen, wie Startups, Kommunen und Städte.

LoRaWAN: autonomer Übermittler kleinster Datenmengen

Das Internet der Dinge vernetzt schon heute Milliarden IoT-fähige Geräte miteinander, erneuerbare Energiesektoren und Teile des Gesundheitswesens ebenso wie industrielle Maschinenparks und Haushaltsgeräte. Eine reguläre Versorgung all dieser Anschlüsse würde über kurz oder lang aber das Stromnetz überfordern und den weiteren Ausbau dieser Technologie massiv behindern. Also wird seit einiger Zeit nach alternativen Stromquellen gesucht und das „Long Range Wireless Access Network“ scheint darauf die passenden Antworten liefern zu können.

Kennzeichen von LoRaWAN ist die vom Stromnetz autonome Übermittlung kleinster Datenmengen mehrmals pro Stunde, was wiederum nur geringste Energiemengen erfordert. Für den kontinuierlichen Strom auf niedrigen Frequenzen z.B. der Wartungs- und Diagnosedaten von Geräten an Netzwerke reichen batteriebetriebene Sensoren völlig aus.

LoRaWAN: hohe Reichweiten bei geringen Kosten

Das Militär und die Weltraumindustrie weltweit setzen seit Jahrzehnten auf die technische Basis, die LoRaWan zugrunde liegt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits können, bedingt durch das einfach gehaltene Protokoll, hohe Reichweiten bei geringem Energieverbrauch realisiert werden. Andererseits ist eine hohe Gebäudedurchdringung gewährleist, bei gleichzeitigergroßer Robustheit gegenüber Störungen.

Einzelne LoRaWAN-Relays vermögen dabei den Datenverkehr für einzelne Städte und ganze Landstriche zu übernehmen. Gleichzeitig verursachen sie dabei nur geringe Betriebskosten, da sie ihre Energie meist aus sehr langlebigen Batterien beziehen. Drei und SPL TELE geben die Lebensdauer für die kleinen Speicher ihrer Sensortechnik mit mindestens zehn Jahren an.

LoRaWAN: Einsatzgebiete

LoRaWAN-Netwerke legen durch ihre schnelle und optimierte Datenübertragung das Fundament für die Entstehung neuer Wirtschaftformen. Die Entwicklung von Smart Cities und -Facilities, intelligent gemanagte Landwirtschaft und Umweltschutz, sowie der Betrieb von Maschine-to-Maschine-Systemen wäre ohne sie langfristig kaum denkbar. Alltägliche Dienste können somit sehr viel effizienter gestaltet und Ressourcen eingespart werden.

Automatisiert gewartete Maschinen können beispielsweise ihre Leistungsfähigkeit und ihren technischen Zustand an Überwachungsstationen kontinuierlich melden, und so plötzlichen Ausfällen vorbeugen. Kunden ermöglichen durch intelligente Lesegeräte eine akkurate und aufwandslose Übermittlung ihres Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauchs an die Versorger. Gemeinden sind in der Lage sich in Echtzeit die Belegung der Parkplätze oder die Auslastung von Recyclingstationen anzeigen zu lassen. Und Gebäudebesitzer können die Luftqualität in ihren Räumen erfassen lassen, um so Infektionen mit Covid 19 vorzubeugen

Drei: IoT-Komplettanbieter

Österreichs Marktführer für Telekommunikationsangebote Drei verfügt mit einer Abdeckung von nahezu 100 Prozent über das stärkste LTE-Netz im Land. 2019 etablierte das Unternehmen das erste zusammenhängende 5G Standalone Netz der Alpenrepublik. Zusammen mit der Narrowband Internet of Things-Technik (NB-IoT) kann Drei seinen Kunden eine Produktpalette darauf aufbauender IoT-Lösungen anbieten.

SPL TELE: passgenauer Lösungsdienstleister

Der All in One-Lieferant von Telekommunikationsinfrastruktur SPL TELE verfügt in seinem Segment in Österreich bereits über die Marktführerschaft. Darüber hinaus bietet er auch kundenspezifische Dienstleistungen im Logistikbereich, E-Mobilität, Photovoltaik und intelligenten Städten an

Über den Autor

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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