Sicherheit: IoT für den Arbeitsschutz

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IoT-Hersteller entwickeln immer mehr Geräte, die Gabelstapler-Fahrern und ihrem Umfeld helfen sollen Unfälle zu vermeiden. Neben der Echtzeit-Erkennung von Hindernissen, setzen die Entwickler auch verstärkt auf vorbeugende Sicherheitskonzepte.

Risiko Gabelstapler

Gabelstapler-Fahrer sorgen immer wieder für Unfälle im Arbeitsumfeld. Eingeschränkte Sichtverhältnisse durch größere Tragelasten, Ermüdung bei Routinetätigkeiten oder kurzfristige Unaufmerksamkeiten führen jedes Jahr zu schweren Verletzungen und sogar Toten. So weisen Studien für das Jahr 2020 über 7000 Unfälle mit fast 80 Toten aus.

IoT gegen Arbeitsunfälle

Arbeitgeber versuchen derartig unhaltbaren Zuständen mit einer verstärkten Schulungsoffensive zu begegnen. Doch selbst die beste Unterweisung kann selten verhindern, dass Arbeiter in stressigen, hektischen und unübersichtlichen Situationen menschliche Fehler begehen. Die Hersteller von Internet der Dinge (IoT)-Technologien wollen hier nützliche Hilfestellungen leisten.

Ein zweites Paar IoT-Augen

Egal, wie sehr ein menschlicher Gabelstapler-Fahrer sich auch im Arbeitsalltag bemühen mag, gewisse Umgebungen kann er manchmal einfach nicht einsehen. Da wäre es doch schön, wenn man technische Unterstützung dafür hätte. So entwickelte kürzlich ein IoT-Unternehmen einen intelligenten Tragegurt, der dabei unterscheiden hilft, ob sich die Person im Umfeld des Gabelstapler-Fahrers zu Fuß oder ebenfalls in einem Gefährt fortbewegt. Vorgesetzte bekommen mit dieser Ausrüstung auch einen Überblick darüber, welcher Angestellte sich gerade wo und wie aufhält. Das lässt nicht nur Rückschlüsse über die Zertifizierungsart des jeweiligen Fahrers zu. Es kann auch rechtzeitig gewarnt werden, wenn sich zu viele Menschen in einem unübersichtlichen aber hochfrequentierten Bereich aufhalten, was die Unfallwahrscheinlichkeit erhöhen kann.

Sensoren gegen Übermüdung

Eine Lösung, die sich derzeit noch in der Laborphase befindet, widmet sich dem häufig in diesem Bereich vorkommenden Problem der Übermüdung. Gabelstapler-Fahrer, die meist immer wieder den selben Arbeitsroutinen folgen, neigen dazu diese Prozesse wie automatisiert abzuhandeln, was dann unvorhergesehene Unfälle auslösen kann. Der mobile Sensor, den die Wissenschaftler hier nun entwickeln, soll anhand der Überprüfung der Atemmuster Aussagen darüber treffen, wie sehr der Fahrer zur Übermüdung neigt. Sollte absehbar sein, dass dabei ein gewisser Level überschritten, der das Führen des Fahrzeugs eigentlich unmöglich macht, können Verantwortliche somit vorausschauend eingreifen.

Sensoren als Passantenschutz

IoT kann aber auch Personen, die die Arbeitswege von Gabelstaplern kreuzen, davor bewahren verletzt zu werden. So gibt es bereits Sensoren, die die aufgenähten Sicherheitsbänder auf Schutzwesten erkennen können. Diese warnen bei einem möglicherweise zu engen Kontakt zwischen beiden den Fahrer durch einen akustischen oder visuellen Alarm. Einige dieser Lösungen können sogar die Gabelstapler verlangsamen oder anhalten, wenn die Gefahr eines Unfalls droht.

Ausweitung der Überwachung für mehr Sicherheit?

Entwickler und Anwender versprechen sich von der IoT-Nutzung einen Zugewinn an automatisierbarer Sicherheit. Angestellte, die am Körper Überwachungstechnik tragen, versprechen sich davon sichernde Unterstützung bei der Arbeit. Vorgesetzte wollen durch die Technologie einen tieferen Einblick darüber gewinnen, wo sich mögliches Risikopotential verbirgt. Ein Weg dies zu bewerkstelligen besteht im sensorischen Zugriffsmanagement. Sensoren können nämlich nicht nur die Standorte aller Arbeitenden in Echtzeit auslesen. Sie sind auch durch die rasche Kontrolle von Zertifikaten in der Lage zu erkennen, ob der betreffende Gabelstaplerfahrer überhaupt berechtigt ist, das Fahrzeug zu führen. Auch in Datenbanken hinterlegte Schulungen für spezielle Maschinen, Fahrstühle und Materialien können in Sekundenschnelle abgefragt werden und bei Diskrepanzen Alarmmeldungen auslösen. Telematik-Anwendungen, die Fahrzeugbetreiber die Nutzung ihrer erst gestatten, wenn diese die Sicherheit ihrer Technik kontrollieren, können darüber hinaus helfen die Sicherheit für alle Beteiligten deutlich zu erhöhen.

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