John Deere: autonomer Traktor für die Hightech Farm

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John Deere, Kern des amerikanischen Landtechnikherstellers Deere & Company präsentierte auf der CES 2022 seinen neuesten Traktor 8R. Das vollautomatisierte Fahrzeug soll als ein weiterer Beitrag zur Hightech Farm verstanden werden.

Moderne Landwirtwirtschaft: Mehr produzieren mit weniger Personal

Wachsende Bevölkerungen verlangen nach immer mehr und vor allem hochwertiger Nahrung. Zeitgleich geht das dafür vorhandene landwirtschaftliche Personal weltweit zurück. Moderne Landwirte antworten auf diese Diskrepanz mit dem vermehrten Einsatz von hochmoderner Technik. Waren es früher vor allem satellitengestützte Technik und Biochemie, die die Erträge sichern und ausbauen helfen sollten. So setzt man heute vor allem auf Vernetzung und Sensorik.

John Deere: zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Automatisierung

John Deere, einer der führenden Produzenten von landwirtschaftlicher Technologie in den USA kann bereits auf zwei Erfahrung in der Automatisierung von Traktoren verweisen. Die selbstfahrenden Geräte sind nicht nur in der Lage selbstständig und akkurat auszusäen. Sie können darüber hinaus auch Geodaten erfassen und auswerten. So ist es z.B. laut Deere möglich, dass seine Pflanzmaschinen 2800 Sojabohnen und 700 Maissamen pro Sekunden anpflanzen können.

Deere: Hightech auf dem Bauernhof

Bereits vor der Vollautomatisierung waren Traktoren von John Deere zu weiteren bemerkenswerten technischen Leistungen fähig. So konnte z.B. das Gefährt 8R mit seinem 18 Meter langen 24 Pflanzreihen, sowie 140 Steuerungen und 300 Sensoren schon 1500 Messungen pro Sekunde vornehmen.

8R: KI und Machine Learning in der Landwirtschaft

Nach seiner Vollautomatisierung ist der 8R-Traktor in der Lage 15 Millionen sensorische Messungen in der Sekunde zu absolvieren. Möglich wird das durch eine Kamerareihe an der Vorderseite der Maschine, sowie einer Sammlung von Nvidia-Chips, die das Machine Learning und die künstliche Intelligenz (KI) beinhalten. Die damit vorgenommen Prozesse laufen ebenfalls bereits vollautomatisiert ab.

Diese KI und das maschinelle Lernen sorgen in Zusammenarbeit mit sechs Stereokameras und einer 360 Grad Hinderniserfassung dafür, dass die Fernsteuerung der Einheit durch eine Verarbeitung von Echtzeitdaten erst möglich wird. Der beaufsichtigende Bauer muss bei diesen Prozessen nur noch die damit erstellten Daten auf seinem Smartphone auswerten und bei Bedarf seinen Vorstellungen gemäß anpassen, sowie die jeweilige Anlage betanken. Vor dieser technologischen Aufrüstung wurden Traktoren bereits für hunderttausende Dollar verkauft, hiernach dürfte der Preis wohl deutlich steigen.

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