IoT Tech Expo 2021: IoT-Potentiale ausbauen

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TechExGlobal veranstaltete in Londons Business Design Zentrum im Rahmen der IoT Tech Expo 2021, eine Messe für Unternehmenstechnologie. Kernpunkt der Ausstellung und der anschließenden Symposien war die Frage, wie sich die Potentiale der Technologie optimieren lassen.

IoT: langer Weg zur Durchdringung der Gesellschaft

Seit Kevin Ashton von Proctor & Gamble für sich reklamiert, 1999 das Konzept des Internets der Dinge entwickelt zu haben, hat sich viel in dieser Technik getan. Von der vergleichsweise simplen Idee Lieferketten mittels RFID zu optimieren, hat sich IoT vielfältig entwickelt. Schätzungen gehen derzeit von etwa 35 Milliarden IoT-fähigen Endgeräten aus, die miteinander in Echtzeit kommunizieren, also stetig Daten austauschen. Für 2025 prognostizieren Branchenkenner einen Anstieg auf 75 Milliarden. Darunter fallen bestimmte Apps ebenso wie vernetzte Fahrzeuge, Gebäude, industrielle und private Geräte, sowie Sensoren, die sie alle miteinander verbinden können. Einen Zuwachs von bis zu 80% bei dem Einsatz derartiger Anwendungen im Vergleich zum Vorjahr sind bei vielen Unternehmen heute keine Seltenheit mehr.

IoT Tech Expo 2021: intelligentes Gebäudemanagement

Einer der Diskussionspunkte bei den Konferenzen war u. a. die Problematik mit der Energieeffizienz von Gebäuden. Alle waren sich darüber im Klaren, dass den von vielen Regierungen beschlossenen Auflagen nach Einsparpotentialen nachgekommen werden muss. Aber vielen war auch bewusst, dass das nicht bei allen Immobilientypen unproblematisch umsetzbar sein wird. Neben den dabei zu erwartenden anfallenden hohen Kosten, stehen einer Umsetzung der Vorgaben oft viele Hürden im Weg. Das gilt besonders für Einrichtungen, die jeweils zur Hälfte in privater und öffentlicher Trägerschaft sind. Aber auch technische Aspekte können eine große Rolle spielen, wenn zum Beispiel sehr alte Gebäude energetisch modern saniert werden sollen. Energieeinsparmöglichkeiten zwischen 10 und 15 Prozent durch die schlichte Abdichtung von Fenstern und Isolation von Fassaden versprechen jedoch einen lohnenden Einsatz von IoT-Plattformen und -Steuerungsmodulen.

IoT Tech Expo 2021: Unternehmen optimieren mit IoT

Viele Teilnehmer der Expo konnten die von dem Palantir-Keynotespeaker Harry Tayler in den Raum gestellte These nach ineffizienten Betriebsabläufen aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen. Jeder von ihnen trifft jedes Jahr unzählige Entscheidungen, die objektiv betrachtet ineffizient für den Gesamtprozess sein können. Antworten auf die Frage, wie sich Firmen-KPIs hier mit kleinsten Veränderungen optimieren lassen, könnten nach Überzeugung des Referenten IoT-Lösungen liefern. Denn minimalste Anpassungen in Produktionsstraßen und Lieferketten können dabei zu beachtlichen Verbesserungen führen.

IoT Tech Expo 2021: Mit Messungen zum Erfolg

Wichtig dabei ist nur, dass man bei Änderungen klein anfängt und nicht gleich riesige Projekt aufsetzt, bei denen nachher niemand mehr weiß, wozu man sie eigentlich braucht. Exemplarisch für diesen Sachverhalt wurde die Microsoft Weltkarte genannt, nach deren sechs monatigem Entwicklungsprozess, keiner eine ungefähre Vorstellung von zukünftigen Anwendungsgebieten hatte. Der Redner empfiehlt zum einen sich der Expertise von in dem Bereich bereits erprobten Dienstleistern zu bedienen, um Zeit bei der Entwicklung einzusparen. Zum anderen müssen alle getroffenen Maßnahmen messbar sein. Nur wenn belastbare Erfolge nachweisbar sind, wird es Firmen gelingen, sich im Markt zukünftig zu behaupten. Viele Geschäftszweige betrachten bei der Messung ihrer IT-Leistungsfähigkeit oft nur ihre Umsatzzahlen, vernachlässigen aber immer öfter ihre Einsparpotentiale und die Anpassung ihrer Regelwerke. Es ist aber nach Überzeugung von Sylwia Kechiche, Principal Analyst, IoT von GSMA Intelligence, das Zusammenspiel aller drei Komponenten, welches nachhaltig erfolgreiche Betriebe ausmacht.

Über den Autor

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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