Yanksee Source Codes: immer mehr deutsche Konzerne setzen auf lokale Entwicklungszentren in China

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Continental lässt in Chongqing/Yanksee Source Codes von einem mehrere hundert Köpfe starken Team entwickeln. Die Verlagerung von Entwicklungszentren von Europa nach China ist tatsächlich ein Trend.

Chongqing/Yanksee: Source Codes für den Markt in China

Der Automotive Zulieferer Continental baut seine Softwarekompetenz mit einem neuen Entwicklungszentrum (siehe Titelfoto) in China aus. Dies steht im Kontext seines Ausbaus des weltweiten Entwicklungsnetzwerks. Bereits im Juli 2021 verkündete Continental die Errichtung des Entwicklungszentrums in Chongqing/Yanksee. Die Source Codes werden dort von einer dreistelligen Zahl an Software- und IT-Experten entwickelt.

Für Continental CEO Nikolai Setzer ist dieser Schritt als Ausrichtung auf ein verstärktes Wachstum in China als weltweit größtem Automarkt zu verstehen. Man will mit dem Entwicklungszentrum in Chongqing/Yanksee die lokale Wertschöpfung erhöhen. Aktuell arbeitet bereits rund jeder zehnte Beschäftigte von Continental in China. Dies verdeutlicht die Ausrichtung des DAX-Konzerns auf den chinesischen Markt. Weltweit beschäftigt Continental etwa 20.000 Software- und IT-Spezialisten und betreibt eine eigene Softwareakademie.

Jährlich 7 Prozent mehr Source Codes aus China

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters möchte China seine Investitionen für Forschung und Entwicklung gemäß dem 14. 5-Jahres-Plans jährlich um über sieben Prozent steigen lassen. Parallel dazu erwartet man eine Steigerung der Wirtschaftsleistung um sechs Prozent jährlich. Premierminister Li Keqiang stellte diese Zahlen in seiner Rede zu Beginn des 13. Nationalen Volkskongresses vor.

Hinter diesen massiven Investitionen in „Source Codes“, Forschung und Entwicklung steht Chinas Bestrebung, das Wachstum des Technologiesektors zu beschleunigen. Zudem will man mehr Unabhängigkeit von westlichen Anbietern erreichen. Forschungszentren entlang des Yanksee und in vielen Regionen Chinas entstehen in dieser Weise.

Förderung von Hochtechnologien bis 2025 und darüber hinaus

China setzt beim Ausbau seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten vorrangig auf Hochtechnologien.

  • Künstliche Intelligenz der nächsten Generation,
  • Quanteninformation,
  • Hirnforschung,
  • Halbleiter,
  • Genforschung und Biotechnologie,
  • klinische Medizin und Gesundheit,
  • die Erforschung des Weltraums, der Tiefsee und der Polargebiete.

Insbesondere für die Forschungsarbeiten im Bereich der Quantenphysik und der künstlichen Intelligenz plant China die Einrichtung nationaler Labors. Dies sieht der aktuelle Fünfjahresplan vor, der bis ins Jahr 2025 reicht. Chinas masterplan überspannt sogar ganze Dekaden, deren Teil auch der aktuelle Fünfjahresplan ist.

Drittes Forschungs- und Entwicklungszentrum von ZF in China

Guangzhou liegt weitab vom Yanksee in Guangdong. Mit der Errichtung des dortigen Forschungs- und Entwicklungszentrum verstärkt auch ZF Friedrichshafen seine Entwicklungskompetenz in der Region Asien-Pazifik. Die Eröffnung des Zentrums für Source Codes und Zukunftstechnologien wie dem autonomen Fahren und der Elektromobilität ist für das Jahr 2023 geplant. Die Vereinbarungen hierzu wurden von ZF Friedrichshafen und den lokalen Behörden unterzeichnet. Die Investition in das Entwicklungszentrum liegt für ZF bei 90 Millionen Euro.

Die bisherigen Investitionen von ZF fokussierten auf zwei Entwicklungszentren in Shanghai. Die beiden Zentren haben ihre Entwicklungsschwerpunkte abseits der Source Codes im Bereich der aktiven und passiven Sicherheitstechnik sowie der Antriebs- und Fahrwerktechnik. ZF Friedrichshafen will mit der neuerlichen Investition seinem strategischen Ziel, den größten globalen Automobilmarkt in China weiter zu erschließen, näherkommen.

ZF Friedrichshafen ist bereits seit 1981 in China präsent. Die ZF-Strategie „Next Generation Mobility“ umfasst insbesondere die Ausweitung des China-Geschäfts. Der Hauptsitz von ZF für die Marktregion Asien-Pazifik liegt in Schanghai. Insgesamt unterhält ZF in China etwa 40 Produktionsstätten. Mit 14.800 Mitarbeitern erwirtschaftete ZF in China einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro.

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