Strainlabs: Intelligente Bolts mit eingebautem Sensor

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Zu fest verschraubte oder lockere Schrauben können insbesondere in der Industrie zu verheerenden Folgen führen. Das schwedische Unternehmen Strainlabs bringt daher intelligente Bolts auf den Markt, die wissen, wie fest sie verschraubt sind.

Strainlabs: Schrauben minimieren Wartungsaufwand

Dank der intelligenten Schrauben von Strainlabs ist eine manuelle Inspektion der Schrauben kaum noch nötig. Die Bolts sind mit Sensoren ausgestattet, die feststellen können, ob eine Schraube zu fest oder zu locker sitzt und zusätzlich auch die Temperatur des Umfeld messen können. Bei einer Fehlstellung der Bolts geben diese eine Fehlermeldung an das Analyse-Tool von Strainlabs. Aktuell befindet sich die Lösung in der Aufbauphase. Sie ist CE-gekennzeichnet. Die Bolts können Wartungsroutinen automatisch durchführen und warnen, bevor s zu teuren und langwierigen Ausfällen kommen kann. Schrauben werden, insbesondere in der Industrie, hauptsächlich genutzt, um Teile miteinander zu verbinden. Dadurch sind sie die häufigste Quelle für Ausfälle, Wartungen und Inspektionen. Bei normalen Schrauben, die nicht über eingebaute Sensoren und Warnsysteme verfügen, muss eine Inspektion sorgfältig durchgeführt werden. Ein ungeplanter Ausfall der Maschine ist deutlich zeitaufwändiger und zudem auch teurer, da die Systeme in dieser Zeit nicht genutzt werden können und die Reparatur selbst kostspieliger ist. Mit den Bolts von Strainlabs erhalten Nutzer eine Warnung, noch bevor sich die Schraube lösen kann. "Die Möglichkeit, Schraubverbindungen zu überwachen, die an einem völlig anderen geografischen Ort installiert sind, verbessert die Sicherheit des Wartungspersonals und ermöglicht eine strategischere und besser vorhersehbare Wartung", erklärt Csaba Madru, CEO von Strainlabs. Erreichen die Bolts die minimale oder maximale Vorspannkraft, wird das Analyste-Tool Strainlabs Analytics sofort benachrichtigt. So kann die Maschine rechtzeitig gewartet werden.

Bestehende Anlagen digitalisieren

Die Industrie Technology, kurz IntTech, zielt darauf ab, bestehende industrielle Anlagen zu digitalisieren. Dieser Bereich wächst mit der zunehmenden Digitalisierung stetig weiter. Auch hier sind die Bolts von Strainlabs die ideale Möglichkeit, den Wandel voranzubringen. So hat der ABB-Inkubator SynerLeap Strainlabs in den letzten Jahren begleitet. SynerLeap bewundert hierbei den Ansatz von Strainlabs, Sensoren in standardisierte Maschinenkomponenten zu integrieren. So muss keine neue und teure Maschine gekauft werden. Stattdessen können die bestehenden Anlagen mit neuen und digitalen Elementen ausgestattet werden. "Industrielle Anwendungen leiden oft unter freiliegenden Schraubverbindungen, was Strainlabs zu einer hochrelevanten Zustandsüberwachungslösung macht", betont Peter Löfgren, Gründer und Direktor von SynerLeap powered by ABB. Erwartungen nach wird die Verschraubungsindustrie weiter wachsen. Das betrifft insbesondere Spezialanwendungen. Strainlabs deckt das gesamte Standardsortiment von M10 bis M20 ab und stellt somit Schrauben mit integrierten Sensoren für alle gängigen Anwendungsmöglichkeiten ab. Bisher gibt es keine vergleichbare Technologie, wo die Vorspannung der Schrauben automatisch gemessen und die Daten grafisch dargestellt werden. Das eröffnet Strainlabs einen großen potenziellen Markt in den Industrie. Die Entwicklung dieser Bolts hat laut Strainlabs einige Zeit in Anspruch genommen. Der Prozess, alle teile zu miniaturisieren, war sehr anspruchsvoll. Jetzt sei die Lösung bereit, in einem großen Maßstab umgesetzt zu werden.

Strainlabs erfüllt die CE-Anforderungen von Intertek

Da es aktuell kein Vergleichbaren Produkt auf dem Markt gibt, wurden einige Tests mit Intertek durchgeführt. So konnte sichergestellt werden, dass die eingebaute Elektronik sowie die Kommunikation via Funk die europäischen CE-Anforderungen erfüllen. Diese beziehen sich auf Parameter wie Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Die Zertifizierungsstelle Intertek ist unabhängig und hat die multidisziplinären Bolts von Strainlabs gemäß des Anforderungen an Gesundheit, Umwelt und Sicherheit genehmigt. "Wir sehen ein enormes Potenzial in den Informationen, die die Lösung von Strainlabs ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit dieser Art von Technologieunternehmen ist ein wichtiger Teil unserer Strategie, gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit der schwedischen Industrie zu verbessern, aber auch dazu beizutragen, traditionelle und kostspielige Wartungsmethoden in Frage zu stellen", so Peter Löfgren von SynerLeap.

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