Clevertronics entscheidet sich für Wirepas Massive als Dynamic self-managed (DSM) mesh

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An mehr als 630 Standorten hat Clevertronics in kürzester Zeit Notbeleuchtungssysteme auf Basis seines Zoneworks XT HIVE installiert. Dabei setzt Clevertronics im Kern die Wirepas Massive Connectivity ein.

Notbeleuchtung: Clevertronics löst ein Problem, welches auch im deutschsprachigen Raum vorherrscht

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Notbeleuchtung rettet Leben und muss zuverlässig arbeiten. Die permanente Einsatzbereitschaft der Notbeleuchtung wird in Deutschland durch regelmäßige Prüfungen klar von den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften der Länder der Bundesrepublik Deutschland und von bestehenden Normen geregelt. Automatische Prüfsysteme (ATS, Automatic Test System) ermitteln die Funktionszustände von Leuchten, Unterverteilungen und Zentralbatterieanlagen.

Legacy: kabelbasierte Systeme

Das Problem: bisher waren ATS zumeist kabelbasiert. Dies brachte hohe Kosten bei der Installation für Material und die benötigten Spezialisten mit sich. Wenn das System in seiner Topologie erweitert wurde, war dies erneut mit hohen Kosten verbunden, stieß womöglich an Limitierungen. Von technischen Ausfällen waren oft ganze Sektionen betroffen.

Zwischenlösung: funkbasierte Systeme

Ein erster Schritt zur Weiterentwicklung waren Systeme, bei denen Leuchten über ihre Sensoren vernetzt wurden, wie etwa BLE oder proprietäre Funkstandards in ISM Bändern (z.B. schmalbandiges 868 MHz in Deutschland). Dies ersparte eine aufwändige Verkabelung, doch blieben einige Herausforderungen. So müssen in einem BLE-basierten Netz einige Knoten als Router bzw. Repeater ausgeprägt werden, damit die Daten von den Sensoren der Leuchten an das zentrale Überwachungssystem übermittelt werden.

Bei einem Ausfall des Routers oder eines Gateways ist die Verbindung unterbrochen, die Daten fließen nicht mehr – redundante Infrastrukturen müssen geplant werden. Ein erhöhter Aufwand sowie eine fehlende Standard-Update Funktion limitieren die Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit in vielen Einsatzszenarien.

Neuester technologischer Fortschritt: dezentrale und autonome Mesh Technologie von Wirepas

Mesh-Netzwerke werden seit Ende der 90er Jahre in verschiedenen Anwendungen eingesetzt, aber erst in den letzten Jahren kommt diese Technologie in der Notbeleuchtung zum Einsatz. Mit dem Massive IoT Mesh von Wirepas führt Clevertronics nun die nächste Generation der Meshs im angelsächsischen Sprachraum ein: das Mesh mit

  • dezentraler Selbstverwaltung,
  • hoher Skalierbarkeit und
  • ohne „Single Point of Failure“ (zu Deutsch: einzelner Ausfallpunkt).

Die Selbstverwaltung ermöglicht es jedem Knoten im Mesh, die zur Verfügung stehenden Ressourcen effizienter zu nutzen. Jeder Sensor in einer Leuchte übermittelt seine Daten nur an jenen der zahlreichen Nachbarn, welcher die geringsten „Kosten“ zum Routing der Daten in Richtung des nächsten Gateways hat, was sehr viel Energie und Bandbreite im Funkspektrum einspart. Werden die Daten dann an die nächsten Sensoren weitergereicht, erhöht das die Anzahl potenzieller Sensoren mit Routing-Funktion im Mesh exponentiell.

Fällt ein Sensor aus, wählt das Mesh dynamisch einen Weg über andere Sensoren zum Ziel. Das Mesh verfügt somit über eine integrierte Selbstheilung. Alle Sensoren kommunizieren nur mit einem ihrer Nachbarn. Und je nach Dichte und Anzahl der Sensoren reduzieren diese ihre Funkstärke sehr stark. So können sich auf kleinstem Raum Hunderte von Sensoren miteinander unterhalten, ohne sich zu stören.

Informationen fließen so zuverlässig und ohne Informationsverlust an die zentrale Datenbank. Prüfung, Überwachung und Wartung von Notbeleuchtungsanlagen werden so äußerst effizient – jede Batterie in jeder Leuchte wird auf diese Weise in Echtzeit überwacht. Je nach regulatorischem Bedarf können auf dieser Mesh Konnektivität entsprechende Applikationen programmiert werden.

Da jeder Sensor autonom „seine“ nächste Route definiert, reduzieren sich die Planungs- und Installationsaufwände auf ein Minimum. Einbau und die Aktivierung einer autonomen Notleuchte kann von Mitarbeitern durchgeführt werden, welche in Funktechnologien ungeschult sind. Das wirkt dem zu erwartenden Fachkräftemangel entgegen und sichert in Deutschland die fristgerechte Abnahme der Gebäude durch die Feuerwehr.

Clevertronics bietet mit XT Hive die entsprechende Compliance für den angelsächsischen Sprachraum (UK, Australien, Neu-Seeland und Singapur) an. Basis des großen Erfolgs ist nach eigener Aussage die Verwendung von Wirepas Massive als Connectivity.

Use Case: die Qudos Bank Arena in Sydney

Use case: die Qudos Bank Arena (Foto: shutterstock -  Anurat Imaree)

Use case: die Qudos Bank Arena (Foto: shutterstock – Anurat Imaree)

Eine der über 630 Installationen zwischen Großbritannien und Australien ist die Qudos Bank Arena (QBA). Dies ist eine Multifunktionsarena im Sydney Olympic Park in Homebush Bay, etwa 16 Kilometer von der Innenstadt von Sydney entfernt und die größte Veranstaltungshalle Australiens.

Herausforderung: die Notbeleuchtung mit über 2.500 Leuchtkörpern

Das Not- und Ausgangsbeleuchtungssystem der Qudos Bank Arena mit über 2.500 Notleuchten hatte eine eigene festverdrahtete Infrastruktur. Es hatte das Ende seiner Entwicklungsmöglichkeiten erreicht und zeichnete sich vor allem durch hohe laufende Wartungskosten aus. Als die Erneuerung der Notbeleuchtung anstand, wollte der Betreiber unbedingt die hohen Kosten für die Installation einer neuen Backbone-Kabelinfrastruktur für die Not- und Ausgangsbeleuchtung vermeiden.

Warum Zoneworks XT HIVE?

Der Eigentümer, die Affinity Equity Partners, entschied sich für Zoneworks XT HIVE von Clevertronics mit der Mesh-basierten drahtlosen Kommunikation. Zoneworks XT HIVE zeichnet sich durch drei Merkmale gegenüber herkömmlichen Notbeleuchtungssystemen aus:

  • Design und Entwicklung desNotbeleuchtungssystems

    Wenn es darum geht, ein Notbeleuchtungssystem zu konzipieren: Für das Dynamic self-managed Mesh war der Entwicklungsprozess zu einer regulierungskonformen Lösung sehr einfach, da Wirepas Massive eine stabile Entwicklungsumgebung zur Umsetzung lokaler regulatorischer Anforderungen bietet.

  • Installation des Notbeleuchtungssystems

    Die Notbeleuchtung zu installieren und in Betrieb zu nehmen, geht schneller und kostengünstiger. Dies liegt vor allem daran, dass für die Installation keine hochausgebildeten Spezialisten benötigt werden. Und die Mesh-Knoten (die Sensoren) konnektieren sich untereinander von selbst. Eine Netzwerkplanung, vordefinierte Netzwerk-Tableaus oder Vor-Ort Konfiguration durch Spezialisten gehören der Geschichte an.

  • Verwaltung und Wartung des Notbeleuchtungssystems

    Die Verwaltung ist einfacher: schon deshalb, weil mit Ausnahme eines oder zweier handelsüblicher Gateways keine komplexe Infrastruktur vorhanden ist. Die Wartung für die Kommunikation entfällt, denn die Sensoren bilden das wartungsfreie Kommunikationsnetz.

Reduzierte Kosten bei Investition und TCO

Clevertronics reduzierte die Investitionskosten mittels der Wirepas Massive Technologie. Das hochmoderne Notbeleuchtungssystem wurde so wesentlich kostengünstiger als herkömmliche kabellose Systeme, denn Wirepas Massive IoT reduziert die Backbone-Hardwareanforderungen von Zoneworks XT HIVE auf ein einziges RF-Gateway pro 1.000 zu überwachenden Fittings.

Use Case: das City College Oxford

In Südostengland installierte Clevertronics eine weitere Zoneworks XT HIVE-Notbeleuchtungsanlage. Diese wird betrieben vom City College Oxford. Der Standort ist gekennzeichnet vom Campus-Stil mit mehreren einzelnen Gebäuden. Jedes Gebäude verfügte über separate Notbeleuchtungssysteme. Zunehmende Reparaturen mit hohen Kosten sowie hohe laufende Wartungskosten machten ein neues Notbeleuchtungs-System erforderlich.

Vernetzung der Gebäude unterienander ermöglicht

Das Dynamic self-managed (DSM) mesh von Wirepas brachte Clevertronics letztlich den Zuschlag, denn die einfache Vernetzung der Gebäude untereinander ermöglichte es, dass auf dem gesamten Campus über alle Gebäude hinweg nur ein einziges Notbeleuchtungssystem genutzt wird.

Kostspielige Verbindungen zwischen den Gebäuden konnten so eingespart werden. Alle Funktionsprüfungen der Notbeleuchtung werden über eine zentrale Plattform gesteuert.

Strategische Partnerschaft zwischen Clevertronics und Wirepas

Clevertronics geht mit der Wirepas Oy eine strategische Partnerschaft ein. Die Partnerschaft ermöglicht es Clevertronics, dem Markt umfangreiche und kostengünstige intelligente Notbeleuchtungslösungen anzubieten. Clevertronics hat Wirepas Massive IoT in sein Zoneworks XT HIVE-System eingebettet. Zoneworks XT HIVE wurde so das fortschrittlichste kabellose System für Notbeleuchtung weltweit. Wirepas Massive ist zudem die einzige Technologie, die es einer unlimitierten Anzahl von Geräten ermöglicht, ein autonomes, dezentrales Mesh-Netzwerk aufzubauen, ohne auf die Zuverlässigkeit und die Sicherheit einer industriellen Anwendung zu verzichten.

„Bei Clevertronics geht es uns darum, die Notbeleuchtung einfach zu machen, was wiederum zu einer höheren Compliance und sichereren Gebäuden beiträgt. Bei der Entwicklung der nächsten Evolutionsstufe von Zoneworks war es wichtig, die Komplexität der Backbone-Hardware zu reduzieren und den effizientesten Weg für die Kommunikation mit Notbeleuchtungsleuchten zu finden. Mit Wirepas Massive IoT haben wir dies erreicht, indem wir die Backbone-Hardware auf einen einzigen Controller reduziert und jede Leuchte über ein dynamisches selbstverwaltetes Mesh verbunden haben. Notbeleuchtung ist einzigartig, daher war es wichtig, dass wir mit einem Unternehmen wie Wirepas zusammenarbeiten, um eng mit uns an einer maßgeschneiderten Lösung für unseren Markt zusammenzuarbeiten. Wir verfügen jetzt über die fortschrittlichste und marktführende Lösung auf dem Markt“, sagt Tony Todaro, Geschäftsführer von Clevertronics.

„Die Wirepas-Technologie wurde speziell für große industrielle Anwendungen entwickelt, die kostengünstige und schnelle Installationen erfordern. Genau so geht Clevertronics den Markt an, was sie in Kombination mit unserer gemeinsamen sachlichen Haltung gegenüber Unternehmen und Menschen zu einem perfekten Partner für uns macht. Wir sind sowohl von ihrer vertikalen Integration als auch von ihren Bereitstellungsmöglichkeiten beeindruckt“, sagt Teppo Hemiä, CEO von Wirepas.

Kontakt

Kontaktdaten:
Wirepas Germany GmbH
Thomas Weisshaupt
Ludwigstrasse 8
80539 München

Über den Autor

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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