HMI-Neuentwicklung integriert 17 Siemens-s7-300 verschiedenen Anlagen nahtlos in Logistiksteuerung

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Nach dem Supportende von Windows 10 im Herbst 2025 mussten Unternehmen Peripherie und Steuerungsanlagen modernisieren. Bei LGR Packaging in Rheine führte die Inkompatibilität der Krifft und Zipsner Steuerungen mit Windows 11 zu hohen Kosten. Die Antwort war KriZiTransDesk von Krifft und Zipsner in Professional und Web. Diese Software kombiniert ERP und BDE über MS SQL, steuert RFID-gesteuerte Transportwagen und Just in Time Logistik und liefert so eine automatisierte effiziente Produktion.

Siemens S7 auf alter Hardware läuft nach Supportende unsicher

Transferwagen zwischen den Förderlinien (Foto: Krifft & Zipsner GmbH)

Transferwagen zwischen den Förderlinien (Foto: Krifft & Zipsner GmbH)

Als im Herbst 2025 der Windows-10-Support auslief, waren viele Automationsrechner nicht mehr durch Updates abgesichert. LGR Packaging, mit Firmensitz in Oyonnax und Produktionsstandort in Rheine, traf dies hart. Die über Jahrzehnte gewachsene Förderanlage von Krifft & Zipsner samt Siemens-S7-Steuerung und den darauf laufenden Windows-10-basierten Applikationen war technisch veraltet und ohne Erweiterungsmöglichkeiten. Ein Upgrade auf Windows 11 war ohne größere Hardwareänderungen nicht möglich und extrem kostenintensiv.

Bestehende Anlage mit Transferwagen und Dreheinheit benötigt kostensparende Modernisierungsstrategie

Das bestehende Förder- und Transportsystem umfasst fünfunddreißig Bahnen in der Druckvorbereitung sowie zweiundvierzig in der Stanzerei, ergänzt um fünf Transferwagen, eine Dreheinheit und zwei Stapelwender. Viele Steuerungskomponenten nutzen Windows-10-HMIs, die an veraltete Entwicklungsumgebungen gebunden sind. Ein Migrationsversuch auf Windows 11 hätte die Installation neuer Steuerungsschränke, umfangreiche Neuverkabelung und eine komplette Software-Neuentwicklung nötig gemacht, was das geplante Budget bei weitem überschritten hätte und somit die Wirtschaftlichkeit des Projekts infrage gestellt hätte

KriZiTransDesk Web nutzt RFID-Technologie für transparente Logistikprozesse und Steuerung

Transferwagen bei der Übergabe (Foto: Krifft & Zipsner GmbH)

Transferwagen bei der Übergabe (Foto: Krifft & Zipsner GmbH)

Um kostspielige Hardware-Upgrades zu vermeiden, integrierte Krifft?&?Zipsner die KriZiTransDesk-Software in den Professional- und Web-Versionen. Zwei neue HMI-Anwendungen kommunizieren mit siebzehn Siemens S7-300-Steuerungen, einem Marquip-Querschneider, drei K&B-Druckmaschinen, vier Stanzaggregaten und drei ASI-Trade-Kaschiermaschinen. Die Betriebsdatenerfassung erfolgt gebündelt in einer MS-SQL-Datenbank, die nahtlos in das bestehende ERP/BDE-System des Kunden eingebunden ist. So werden die Prozesse digitalisiert, der Materialfluss automatisiert und Wartungsaufwand reduziert. Gleichzeitig steigt die Anlagenverfügbarkeit, sinken Produktionskosten und die Datenqualität verbessert sich.

Manuelles Eingreifen entfällt dank RFID-basierter HMI und automatischer Auftragsverwaltung

An den Transportwagen montierte RFID-Lesegeräte ermöglichen der überarbeiteten HMI, stapelgenau alle Auftragscodes zu erfassen und dadurch eine lückenlose auftragskonforme Einlagerung sicherzustellen. Die korrekte Auftragsreihenfolge wird automatisch aus der zentralen Planungsdatenbank übernommen. Zudem erlaubt das System die manuelle Auswahl eines Pools von bis zu fünf Aufträgen oder den gezielten Einzelabruf. Damit entfallen zeitintensive Eingriffe durch Bereichsleiter im vormals halbautomatischen Modus und steuern nachweislich deutlich effizienter.

Transportsystem koordiniert Transferwagen, Dreheinheit und Zwischenlager effizient ohne Bedienereinsatz

Anwender in Druckerei und Kaschiererei wählen über eine intuitive Order-Oberfläche ihre Aufträge aus, die sofort den Weg ins automatische Fördersystem finden. Dort steuern intelligente Algorithmen Transferwagen, Dreheinheit und Zwischenlager so, dass identische Kartonware nach Maßvorgaben Just-in-Time an den jeweiligen Produktionsmaschinen ankommt. Palettenrotation, Lastendrehung und automatische Bestückung der Zuführeinrichtungen laufen vollautomatisch ab, wodurch manuelle Eingriffe entfallen und eine lückenlose Prozesskette entsteht. Es liefert permanent Statusupdates; Störungen gehen automatisiert direkt an Wartungspersonal.

Effiziente Palettenrotation, Just-in-Time-Belieferung steuern Transferwagen, Dreheinheit sowie Zwischenlager vollautomatisch

Hauptbildschirm neue Software (Foto: Krifft & Zipsner GmbH)

Hauptbildschirm neue Software (Foto: Krifft & Zipsner GmbH)

Mit KriZiTransDesk Professional und Web wurde ein durchgängig automatisches Materialfluss-Szenario realisiert, das auf der vorhandenen Fördertechnik basiert und Just-in-Time-Lieferungen ohne manuelle Eingriffe ermöglicht. Über RFID-Tags an den Transferwagen werden Auftragsinformationen automatisch erfasst und an eine zentrale MS-SQL-Datenbank übertragen. Darauf aufbauend koordiniert die Software Querschneider, Druckmaschinen und Kaschierstationen, plant Transporte dynamisch und liefert Bestandsdaten in Echtzeit an das ERP/BDE-System, um Effizienz und Auslastung signifikant zu erhöhen. Kosten sinken, Reaktionszeiten reduzieren wesentlich.

KriZiTransDesk ersetzt nicht unbedingt Hardware für kosteneffiziente widerstandsfähige Automatisierung

Die Umstellung auf das KriZiTransDesk-System ermöglichte LGR Packaging Rheine eine nahezu durchgängige Automatisierung ohne kostspielige Hardwareerneuerung. RFID-Antennen an den Transportfahrzeugen erfassen laufend Produktionsdaten, die über MS-SQL in das ERP/BDE-System eingespeist werden. Just-in-Time-Steuerung verbessert Lieferzyklen, senkt Zwischenlagerbestände und vermeidet manuelle Eingriffe. Dank intuitiver HMI-Anwendungen reduziert sich der Einarbeitungsaufwand auf ein Minimum. Drei weitere Standorte wurden bereits für eine gleiche Umsetzung ausgewählt. Das System garantiert hohe Durchsatzraten, optimiert Ressourcenauslastung unterstützt zukünftige Digitalisierungsvorhaben.

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