Vitesy: Startup für IoT-Luftreinigung sammelt 2,6 Millionen Euro ein

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Vitesy, ein Startup für IoT-Luftreinigung konnte in einer Investorenrunde 2,6 Millionen Euro akquirieren. Bereits im letzten Jahr gelang es dem Unternehmen schon einmal 1,2 Millionen Euro einzusammeln. Das Geld soll dazu dienen die Expansion des Geschäftsmodells und die Weiterentwicklung der eigenen Produkte vorantreiben. Das Potential des weltweiten Markts für Luftreinigung wird bis 2023 auf etwa 33 Milliarden Dollar geschätzt

Fünf Mal mehr Luftverschmutzung in Innenräumen als draußen

Menschen in modernen Gesellschaften halten sich bis zu 90 Prozent des Tages in Innenräumen auf. Die Luft, die sie dabei ständig einatmen, ist angefüllt mit einer Vielzahl von Schadstoffen. Diese werden abgegeben von Geräten, Möbeln, Wandfarben und Reinigungsmitteln, die krankmachen oder allergische Reaktionen auslösen können.

Der tägliche Chemiecocktail in den vier Wänden

So setzen z.B. Oberflächen von Möbeln oder Bauträgern Formaldehyd frei. Bildschirme emittieren Alkane und Terpene. Drucker und Kopierer emittieren Benzol, Styrol Toluol, Ethylbenzol. Und herkömmliche Reinigungsmittel gelten als Verbreiter von Ammoniak. Jeder Stoff für sich ist bereits lange für seine gesundheitsschädigenden Eigenschaften bekannt. Die Langzeitfolgen ihrer Mischung miteinander ist selbst für Forschende in diesem Gebiet noch immer unabsehbar.

Vitesy: Mit Nano-Technik gegen Luftverschmutzung?

Das italienische Startup Vitesy kombiniert in seinen Produkten die Filterkräfte der Natur mit der Luftreinigung von Nano-Technologie. Pflanzen können nicht nur Sauerstoff produzieren. Sie sind auch in der Lage Schadstoffe im Boden zu versiegeln. Dort werden sie von Mikroorganismen abgebaut und in Nährstoffe umgewandelt. Vitesy kopiert nun diese Fähigkeiten mittels Nanotechnologie. So wird in der sogenannten Photokatalyse ein Keramikfilter mit Wolframtrioxid behandelt, dessen LED-Licht die Schadstoffe zersetzen soll.

Gesundheitsgefahr Nano-Technologie

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen ist seit langem bekannt, dass Nanoteilchen das Lungengewebe schädigen, sich im Gehirn und vielen weiteren Organen ansammeln können. Dort stören sie z.T. massiv basale Körperfunktionen mit schwerwiegenden Langzeitfolgen. Inwieweit also der Einsatz dieser Materialen gerade in der Luftreinigung zum Erhalt der eigenen Gesundheit beitragen soll, wird wohl ein Geheimnis der Entwickler bleiben.

IoT für bessere Luft

Für die Anhänger der automatisierten Fernwartung von vernetzten Geräten hat Vitesy auch einige Funktionen im Angebot. So lässt sich die eigene Raumluft mit Sensoren überwachen, die IoT-Lösungen bei der Detektion von Schadstoffen eigenständig aktivieren können. Eine App ermöglicht nicht nur die Änderung der Voreinstellungen, sie soll auch eine Steuerung der Luft bewerkstelligen. Der geringe Stromverbrauch und die Filter, die nicht gewechselt werden müssen, dienen als Garant für die Nachhaltigkeit dieser Technik.

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